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Der lateinamerikanische Salsa

Salsa Latinoamericano heute - die aktuelle Szene

Hört man Salsa, so denkt man an Kuba und Musik und Tanz zu heißen Latino-Rhythmen. Und man liegt richtig: Salsa ist eine lateinamerikanische Musik und ein lateinamerikanischer Tanz.

Salsa ist wie die Liebe, ein Lebensgefühl. Und er boomt, ist Kult. Und: Wer kommt angesichts dieses Latino-Feelings nicht ins Schwärmen und möchte nicht wie ein Salsero oder eine Salsera durch die Fiestas oder Noches Tropicales zu heißer Musik tanzen? - Wir laden euch ein, sofort mit dem Salsa Tanz loszulegen. Salsa lernen ist einfach. Natürlich sind Salsa Kurse klasse, aber warum nicht schon mal ein paar Tanz-Übungen machen?

Was ist Salsa?

Dass Salsa spanisch ist und Soße oder Sauce bedeutet, wissen die meistens. Und es fallen einem sofort eine Menge südamerikanischer Cocktails ein, Caipirinha etwa, Zuckerrohrschnaps mit Rohrzucker, Limonen und Eis. Oder der Mochito aus Kuba, Rum mit Limonen und Eis. Oder die Pina Colada oder auch Cuba Libre. Genauso bunt wie die schillernden Cockails sind der Tanz und die Musik - ein Mix, eine bunte Mischung. Und was findet man in dieser Mischung? Musik, Tanzschritte, Latino-Feeling, unterschiedliche Kulturen, Nationen, Sprachen und Hautfarben.
Dass Salsa ganz anders ist als Tango, House, Rap, oder sonst was, merkt man sofort, wenn man auf einer Salsa-Party ist. Solche Parties sind ausgelassen, romantisch, verrückt, sind rhythmisches Leben. Salsa ist Spaß, ist Liebe, ist heiß, ist Toleranz. Mit anderen Worten: Der Tanz ist ein einzigartiges Lebensgefühl. Und dieses Salsa-Feeling nimmt gefangen: alt und jung, schwarz und weiß, Latinos und Europäer.

Und nun mal ein wenig formalistischer. Der Begriff Salsa wird oft auch als Ordnungsbegriff für verwandte lateinamerikanische Musikstile und Tänze benutzt. So fasst man – zumindest in Deutschland - auch den Merengue oder Cumbia unter den Begriff Salsa. Oder Modetänze wie den Macarena.

Auf unserer Seite möchten wir Euch den Salsa Rhythmus näher bringen, Euch einen Einblick in die Salsa-Szene gewähren und Interesse wecken ... für die schönste Musik Kubas und Lateinamerikas.

Salsa Anfänger lernen hier die ersten Salsa Schritte, den Salsa Grundschritt, den es eigentlich gar nicht gibt und einfach die Salsa Bewegungen kennen. Und keine Angst: Salsa Tanzschritte sind nicht schwer. Das gilt auch für die bekannten Salsa Figuren Las Cucarachas, die Promenade und Cross Body Lead.

Wir stellen Euch den besten Salsa Film vor und zeigen Euch, wo in Deutschland die besten Salsa Clubs zu Hause sind.

Und was es noch hier bei uns gibt: Videos und andere Salsa Medien, etwa die Salsa CD. Wir stellen Euch viele gute Salsa Songs vor.

Geschichte des Salsa

Die Geschichte des Salsa ist faszinierend.

Es war die Zeit nach dem 2. Weltkrieg, in der viele Latinos aus Kuba, Kolumbien, Puerto Rico und Venezuela nach den USA auswanderten. Viele von ihnen gingen nach New York und alle brachten ihre eigene Musik mit dorthin. So ist es kein Wunder, dass New York der Topf für den Salsa, für die „Soße“ geworden ist.
Doch blicken wir einmal genauer hin. Was wurde in New York zusammen „gekocht“? Aus Puertorico kamen Plena, Seis und Bomba.  Die Kubaner hatten ihren Guaracha, Rumba und Danzon oder auch den Mambo oder Cha Cha Cha.
Klar, in New York begegneten sich die Kulturen und begegnete sich die Musik dieser Kulturen, auch auf gemeinsamen Parties.  Und so wurde nach und nach das Wort Salsa für die lateinamerikanische Musik und die Tanzschritte geprägt. Was zunächst Umgangssprache war, wurde zur offiziellen Bezeichnung. Der Mix der Musik und des Tanzes entwickelte sich und es kristallisierte sich eine eigenständige Musikrichtung heraus. Beteiligt an diesem neuen Stil waren Musikerlegenden, aber auch das Musik-Label „Fania“ im New York der 1970er Jahre. Es publizierte Salsa-Titel von Willy Colon, Celia Cruz, Ruben Blades, Tito Puente und auch Ismael Miranda. Das lateinamerikanische Stadtviertel von New York, „El Barrio“, war der Geburtsort des modernen Salsa, der Mischung aus Musik, Tanz und Lebensgefühl.
Kuba war jedoch das Land, das dem Salsa immer die größten Inspirationen verlieh, denn die kubanischen Rhythmen waren ihrerseits durch Einflüsse von unterschiedlichen Seiten entstanden: Kuba wurde schon sehr früh kolonialisiert. Aus Spanien wurde eine große Musiktradition nach Kuba gebracht, mit Instrumenten wie Klavier, Gitarre und Flöte. Außerdem besaß Spanien durch die arabische Herrschaft in Andalusien schon selbst eine multikulturelle Musik. Aus Afrika kamen Percussion und Trommeln hinzu. Und im letzten Jahrhundert „kolonialisierten“ die Kubaner dann ihrerseits Amerika und insbesondere New York.
Doch die Lateinamerikaner, die Kubaner gingen nicht nur nach New York, sondern emigrierten auch in andere Länder und auch nach Europa.

Einen Meilenstein in der Entwicklung des Salsa legte der Mambo in den 1940er Jahren. Mambo war damals eine Mischung afro-kubanischer Rhythmen mit dem Big-Band-Klang der Swing-Ära. Der kubanischer Bandleader Pérez Prado wird als der Erfinder des modernen Mambo angesehen. Er brachte den neuen Sound nach Amerika und Europa und machte den Mambo dort populär. In New York war der Mambo in den 1950er Jahren am Zenit der Musik angekommen. Bekannte Bands waren Machito, Tito Rodriguez und Tito Puente. Tito Rodriguez ließen auch Jazz-Elemente und Instrumentalsolos in den Mambo einfließen, also Stilelemente, die auch viele Salsas von heute aufweisen. Auch Beny Moré wandelte den Mambo ab und kombinierte ihn mit Guaracha und Son.

Salsa Musik hatte sich nun von der Karibik losgenabelt und entwickelte sich (unterschiedlich) auf allen Kontinenten, hauptsächlich allerdings in den USA, Europa und weiterhin in Lateinamerika.

Einen Boom konnte man in den 1960er Jahren beobachten. Ein weiterer schwappte in den 1980er Jahren von den USA nach Europa, mit den Filmen „Dirty Dancing“ und „Mambo King“.
Heute ist der Mambo-Tanz mit dem New York Salsa Style identisch. Das gleiche gilt für die Mambo Musik und den Salsa als Musikrichtung. Auch sie sind heute identisch. Der Salsa-Musiker Tito Puente kommentierte dies so: „ Salsa heißt Soße, aber den Leuten gefällt es nun einmal, den Mambo so zu nennen.“
Der dritte Salsa Boom hat in den 1990er Jahren begonnen und die Welle ist noch immer am Rollen.

Salsa Tanz

Aus der Geschichte des Salsa heraus verstehen wir auch, das es so viele unterschiedliche Stilrichtungen gibt. Die Hauptstilrichtungen sind jedoch der Salsa Colombiana oder Columbiana, der New York Style und der puertorikanische Stil.

Salsa Stile - Salsa Styles

Durch die Entwicklung des Salsa sind verschiedene Musikstile entstanden. Genauso haben sich unterschiedliche Salsa-Tanzstile entwickelt. Diese Salsa-Tanzstile stehen nicht selbständig nebeneinander, sondern beeinflussen sich gegenseitig und es entwickeln sich immer neue Salsa-Tanzfiguren.

Für den Salsa-Anfänger stellt sich allerdings die Frage, welchen Grundschritt welchen Salsastils er lernen will. Die Antwort ist aber einfach: man richtet sich nach dem in der Region vorherrschenden Salsa-Stil. In Europa dominiert der Salsa Columbiana, der kolumbianische Salsa-Stil. Den Salsa Columbiana findet man auch auf dem karibischen Festland.
In den USA, Kanada und Mexiko ist der New Yorker Stil vorherrschend. Er wird auch Mambo Stil genannt. Bekannt geworden in Deutschland ist dieser Stil durch den Film Dirty Dancing.
Schließlich gibt es den puertoricanischen Stil.
Der Salsa Colombiana, der Salsa New York Stil und der puertoricanische Stil stellen die Hauptströmungen des Salsa dar. Daneben gibt es noch den Curacao Stil, den man häufig in den Niederlanden findet (Relikt aus der Kolonialzeit) und den Salsa Cubana aus Kuba, den man auch Rumba Stil nennt, sowie den Casino. Der Casino ist eine europäische Variante des Samba-Schritts. Diese Tanzstile spielen aber keine große Rolle.

Colombiana Salsa Style - Columbiana Salsa Stil

New Yorker, puertoricaner und Salsa Colombiana ähneln sich sehr. Der Unterschied besteht darin, dass die jeweiligen Schritte zu anderen Taktschlägen getanzt werden. Die Salsa Schritte selbst sind überwiegend gleich. Wenn man beispielsweise den Salsa Colombiana beherrscht, kann man diese Schrittfolgen auch im puertoricanischen oder New Yorker Stil tanzen, man wendet einfach die anderen Rhythmen auf die gelernten Tanzschritte an.

Puerto Rican Salsa Style - puertoricanischer Salsa Stil

Beim puertoricanischen Stil etwa ist der Takt um einen Schlag verschoben, der erste Schritt erfolgt also auf den 2. Taktschlag, der 1. Taktschlag stellt eine Pause dar. Eine weitere Abweichung zum Salsa Colombiana ist, dass die Füße nicht geschlossen werden, sondern immer leicht in Schrittstellung zueinander verbleiben.

New York Salsa Style - New York Salsa Stil

Beim New Yorker Stil ist der Takt ebenfalls um einen Schlag verschoben, der erste Schritt erfolgt auf den Taktschlag 2, die Pause jedoch liegt auf dem 4. Taktschlag. Der Salsa Tanzschritt beginnt deshalb mit Herr rechts vor und nicht mit Herr links vor. Die Füße bleiben auch beim New Yorker Stil immer leicht in Schrittstellung zueinander und werden nicht geschlossen.
Beim Curacao Stil wird im Unterschied zum Salsa Colombiana spiegelverkehrt getanzt. Der Herr tanzt zu Beginn rechts vor und nicht links vor.

Weitere Infos zum Salsa findet Ihr hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Salsa_(Tanz)

Quelle: http://www.salsa-latinoamericana.de/


Weitere Informationen:
Bachata || Merenque || Salsa || Mambo


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Stand: 03. November 2008